Nach einem ereignisreichen Dezember war auch der Januar für die in Wien lebenden Ungarn kein langweiliger Monat. Zunächst organisierte der Kulturverein Délibáb eine spannende bulgarisch-ungarische Tanzhaus im Collegium Hungaricum. Das erste Wiener Tanzhaus-Event in diesem Jahr war insofern ungewöhnlich, als es nicht nur ungarische Tänze, sondern auch die Tänze einer anderen Nation zu sehen und tanzen gab. Es war auch deshalb etwas Besonderes, weil vor genau 45 Jahren das erste Tanzfestival Österreichs stattfand, das vom Délibáb-Kulturverein im selben Saal mit dem Muzsikás-Ensemble organisiert wurde, so dass es eine noch größere Freude war, dieses Erbe weiterzuführen.
Das bulgarisch-ungarische Tanzhaus war ein äußerst stimmungsvolles Programm am Freitagabend, bei dem Milka Dimitrova und Valja Drjanovska die bulgarischen Tänze und Nóra Kovács-Gál und Gábor Kovács die ungarischen Tänze unterrichteten. Die Musik für letztere wurde von der Sárarany Band geliefert. Bei der kostenlosen Veranstaltung wurden leckere belegte Brötchen, Kuchen und Getränke angeboten, die von den Mitgliedern des Vereines mit viel Begeisterung und Liebe zubereitet wurden.
Zum ersten Mal wurden die jüngsten Kinder mit traditionellen ungarischen Tänzen, Volksspielen und Musikinstrumenten vertraut gemacht. Und das alles auf eine sehr abwechslungsreiche Art und Weise, die sogar die Eltern unterhielt. Wenn die Kinder nicht gerade Geige spielten, war das Auditorium des Collegium Hungaricum voll von Kinderlachen. Diejenigen, die sich mehr für Kunsthandwerk interessierten, konnten unter der Anleitung von Ágnes Piszker Puppen aus Garn und Mistelzweigen basteln.
Nach einer kurzen Pause begrüßte Gábor Kilyénfalvi, Obmann des Kulturvereins, das erwachsene Publikum, insbesondere die Mitglieder der bulgarischen Tanzgruppe “Kitka”, mit der die Gruppe seit Jahren eng befreundet ist. Anschließend begann der Tanzworkshop für Erwachsene, bei dem das Publikum die Gelegenheit hatte, bulgarische und ungarische Tänze kennenzulernen. Abwechselnd wurde bulgarische und ungarische Musik gespielt. Das Interesse war so groß, dass die Tänzer kaum in den großen Saal passten. Gábor Kovács und seine Frau Nóri unterrichteten Tänze aus Somogy, Mezőkeszü, Gömör und Moldau nach den bulgarischen Tänzen. Die Tänze aus Moldau wurden von den Jugendlichen der Tanzgruppe Szivárvány gewünscht, die dieses Jahr in die Erwachsenengruppe aufgestiegen sind.
Das Cerein bereitet sich auf weitere ähnlich spannende Tanzworkshops im Laufe dieses Jahres vor. Mehr über die für 2023 geplanten Délibáb-Veranstaltungen erfahren Sie auf www.wukv.at oder auf der Facebook-Seite des Ungarischen Kulturvereins Délibáb. Wenn Sie als Kind oder Erwachsener an einer Mitgliedschaft interessiert sind, finden Sie auf diesen Seiten alle notwendigen Kontaktdaten, um mit uns in Kontakt zu treten. Jeder ist willkommen!
Vielen Dank an das Collegium Hungaricum.
Wiener Ungarischer Kulturverein Délibáb









